Mit Wut und Empörung haben wir
das jüngste Ereignis in Jülich zur Kenntnis genommen. Mit Verwunderung jedoch
müssen wir auf die Aussage eines Polizeisprechers in der „Super Sonntag“ über
die Schändung des jüdischen Friedhofs reagieren.
Am gestrigen "Volkstrauertag" marschierten
rund 40 Neonazis unter den Augen von Polizei und Staatsschutz unter wehenden
Reichskriegsflaggen auf dem Soldatenfriedhof in Vossenack (Gemeinde
Hürtgenwald, Kreis Düren) auf.
Vierzig Antifaschisten protestierten heute in
Jülich gegen Antisemitismus und Neofaschismus. Sie
reagierten damit kurzfristig auf Hakenkreuz- und SS-Schmierereien am
Jüdischen Friedhof und Holocaust-Mahnmal in der 30.000 Einwohnerstadt.