| Protest gegen "Kategorie C" |
|
| Montag, 27. August 2007 | |
|
Bis zu 150 Antifaschisten haben in Aachen am vergangenen Freitag gegen ein Konzert der Rechtsrock-Band "Kategorie C" protestiert.
Das Konzert war konspirativ vorbereitet worden. Antifaschisten und auch die Stadtverwaltung gingen zunächst davon aus, dass das Konzert in Aachen stattfinden sollte. Ein Hinweis, dass das Konzert auf einem ehemaligen Zechengelände in Herzogenrath (Kreis Aachen) veranstaltet werden sollte, stellte sich im Laufe des Freitag als Fehlinformation heraus. Am frühen Abend versammelten sich Antifaschisten auf dem Aachener Markt, um gegen das Neonazi-Konzert zu protestieren. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) meldete spontan eine Demonstration durch die Aachener Innenstadt an. An dieser beteiligten sich bis zu 150 Antifaschisten, die lautstark vom Markt bis zum Elisenbrunnen und wieder zurück demonstrierten. Zu diesem Zeitpunkt war der genaue Ort des Konzerts noch unbekannt. Erst gegen 19.30 Uhr gelang es Antifaschisten, zu recherchieren, wo das Konzert stattfinden würde: Die Konzertveranstalter waren in die Niederlande in das zwischen Geleen und Heerlen gelegene Nuth ausgewichen und hatten dort den "Café Zaal Griezegrubbe" angemietet. Ersten Einschätzungen zufolge besuchten zwischen 200 und 300 Neonazis / Hooligans die Veranstaltung. Nach Informationen niederländischer Antifaschisten fand in dem Saal bereits im Juni ein Rechtsrock-Konzert mit den Bands Brigade M (Niederlande), Carpe Diem (Deutschland), Fraction (Frankreich) und ZetaZeroAlfa (Italien) statt. Die Polizei in der kleinen Gemeinde war nur mit einer handvoll Beamter vor Ort und offenbar völlig überrascht über die Neonazi-Veranstaltung. Die Konzert-Besucher wurden über Aachen zu der Veranstaltung gelotst. Als Schleussungspunkte dienten unter anderem eine Shell-Tankstelle auf der Krefelder Straße unweit des Tivoli sowie der Aachener Bushof. Die Neonazis wurden von dort aus mit Kleinbussen, Taxen und Privat-PKWs bis zum etwa 25 km entfernten Konzertort transportiert. Aus politischen Erwägungen haben die TeilnehmerInnen der Antifa-Demo in Aachen beschlossen, nicht in das benachbarte Nuth zu fahren, um dort direkt gegen das Konzert zu demonstrieren: Ohne Kontakt zu örtlichen Antifaschisten hielt man es für problematisch, im benachbarten Ausland zu demonstrieren. Siehe auch:
|

