| Brutaler Nazi-Angriff auf Konzertbesucher |
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| Sonntag, 2. September 2007 | |
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Mehr als 300 Jugendliche feierten am vergangenen Freitag bei der siebten Auflage von "Fight Fascism" in Stolberg. Nach Ende des Konzerts überfielen vermummte und bewaffnete Neonazis Konzertbesucher, die vor dem Jugendheim darauf warteten, abgeholt zu werden. Es gab mindestens vier Verletzte, eine junge Frau wurde so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Wir dokumentieren an dieser Stelle eine Erklärung der Veranstalter zu dem Vorfall:
Erklärung Anläßlich des Überfalls einer mindestens 10köpfigen Gruppe aus dem Umfeld des organisierten Neofaschismus erklären die Veranstalter: Gegen 00:30 Uhr hat eine Gruppe von mindestens 10 maskierten und bewaffneten Tätern in „Fascho-Outfit“ Gäste unseres Jugendkonzertes vor dem Veranstaltungsort in Stolberg-Münsterbusch überfallen und einige Personen z.T. schwer verletzt. Die Veranstalter bedauern den Vorfall und bieten den niedergeschlagenen Jugendlichen ihre Hilfe an. In dramatischer Weise ist das Motto des Konzertes bestätigt worden: „fight fascism“. Der Stolberger Ratsherr der NPD, Willibert Kunkel, hat wie in den Vorjahren eine ca. 200m entfernteGegenveranstaltung zu dem Jugendkonzert abgehalten, an dem sich geschätzte 50 Teilnehmer inaggressiver Stimmung beteiligten. Die Polizei stand ortsnah mit einer Einsatzhundertschaft bereit. Doch eine Viertel Stunde, nachdem sie den Veranstaltern ihren Einsatz für beendet erklärt hatte, geschah der Überfall. Noch am Ort des Geschehens anwesende Polizisten sahen sich überfordert und ergriffen keine direkten Maßnahmen zum Schutz der Jugendlichen. Wir fordern von der Polizei und den politisch Verantwortlichen, die Umstände der groben Fehleinschätzung der neofaschistischen Gefahr zu ermitteln und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Achtzig Jugendliche haben auf dem Rockkonzert die Forderung unterschrieben, die NPD zu verbieten. Die dringende Forderung nach einem Verbot der NPD muss verbunden werden mit allen politischen und ordnungspolitischen Maßnahmen, das Erstarken des Neofaschismus zu bekämpfen und Veranstaltungen der Neonazis zu unterbinden. Gewaltdrohungen und brutale Überfalle von Neonazis haben sich in den letzten Monaten im tiefen Westen, in der Region von Aachen bis Düren gehäuft.Wir rufen zu entschlossenem Handeln aller demokratischen Kräfte auf. Insbesondere Jugendlichenbieten wir an, mit uns antifaschistische Initiativen zu entwickeln und mit uns zusammen das nächste Konzert fight fascism vorzubereiten – es ist nötiger denn je. Gruppe Z (Stolberg) Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - Kreisvereinigung Aachen 2. September 2007 Siehe auch: Aachener Nachrichten (Online-Ausgabe) vom 1. September 2007
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