| "Ich kann nur hoffen, dass Sie politisch dafür auch zur Verantwortung gezogen werden" |
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| Donnerstag, 6. September 2007 | |
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Wegen der Vorfälle beim diesjährigen "Tag der Heimat" wendet sich G. Reckman aus Vaals in einem offenen Brief an Dürens Bürgermeister Paul Larue. Wir dokumentieren das Schreiben an dieser Stelle.
Guten Tag Herr Bürgermeister, Sie werden sich wundern, Post aus Vaals NL zu erhalten, aber der Absender hat in Düren 10 Jahre am Berufskolleg für Technik unterrichtet und u.a. eine zweiwöchige Projektwoche in Zusammenarbeit mit der Nelly-Pütz-Schule gegen Naziumtriebe in Ihrer Stadt organisiert und inhaltlich verantwortet. Schulleiter war damals Herr Hermanns, den Sie sicher gut kennen und der Ihnen auch über mich Auskunft geben kann. Nun lese ich auf den Internetseiten der Antifa Düren, dass sich zu dem im Betreff genannten Ereignis stadtbekannte NPD-Faschisten auf dem „Ostdeutschen Markt“ unter die Leute mischten und sogar einer dieser potentiellen Menschenjäger und Totschläger ein Tänzchen mit einer Trachtendame des BdV wagt. Auf seinem Rücken der Spruch: “Antifa bedeutet Angst und die werdet ihr haben, wenn wir zu Euch kommen.“ Wie deutlich sollen diese Menschen eigentlich mit Ihren Drohungen noch werden? Welche Zeichen und Sprüche sollen auf Ihren T-Shirts noch stehen, bis Sie, Herr Bürgermeister, oder einer dieser Berufsvertriebenen einschreitet und z.B. mit Hilfe des Hausrechts ungebetene „Gäste“ des Platzes verweist? Oder sind sie doch nicht so ungebeten? Obwohl Sie, Herr Bürgermeister, die Szene wohl schon verlassen hatten, bleiben Sie für den Skandal des Naziauftritts verantwortlich und ich kann nur hoffen, dass Sie politisch dafür auch zur Verantwortung gezogen werden. Es sind nur wenig deutsche Städte, die der Faschismus nachhaltiger zugrunde gerichtet hatte, als Düren, wenig Städte, die einen höheren Preis für den Naziwahn gezahlt haben. Wie kann es sein, dass die Bevölkerung Ihrer Stadt solche Menschen im öffentlichen Raum duldet? Geben Sie wenigstens erst einmal das Amt des Sprechers des Dürener „Bündnisses gegen Rechtsextremismus“ auf. Wahrlich, wir brauchen nicht nach Sachsen zu blicken. Naziduldung haben wir auch hier im Aachener und Dürener Land und das, seit Jahrzehnten, unter den Augen von Polizei und Bürgermeister. Altkanzler Helmut Schmidt in der ZEIT von dieser Woche? „ ……Ich habe mich weiß Gott wegen der Kiesinger Regierung zu verteidigen. Es waren lauter ehemalige Nazis drin: Kiesinger war Nazi, Lübke war zumindest Mitläufer, Schiller war auch Mitläufer. Unter Adenauer strotzte das ganze Bundeskanzleramt vor Nazis – so war das .“ …(Zitat Ende) Und heute? Die Saat ist längst aufgegangen und die politische Klasse übt sich in folgelosen Sonntagsreden. Gar nicht freundlich grüßt G. Reckman |

