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Rücktrittsforderung an Bündnis-Sprecher Paul Larue Drucken
Donnerstag, 27. September 2007
Für den 4. Oktober 2007 stellt der Bürgermeister dem äußerst rechten „Bund der Vertriebenen“ (BdV) ein weiteres Mal das Rathaus zur Verfügung. 

An diesem Tag will er eine mehrtägige Ausstellung der im BdV organisierten „Landsmannschaft Ost-  und Westpreußen Kreisgruppe Düren“ eröffnen.

Die Ausstellung über das Leben Kurt Schumachers, einem äußerst konservativen SPD-Politiker und eingefleischten Antikommunisten, der 1895 in Kulm/Westpreußen (dem heutigen Chelmno nad Wisla) geboren wurde und 1952 in Bonn verstarb, ist geschickt gewählt: Offensichtlich hofft der BdV, diesmal wieder die SPD mit ins Boot zu holen, die das Verhalten von Bürgermeister Larue beim „Tag der Heimat“ scharf kritisiert hatte.

Trotz des Eklats bei dieser BdV-Veranstaltung am 25. August 2007 zeigt der Bürgermeister erneut, dass er den „Bund der Vertriebenen“ weiterhin aktiv fördert. Mit seiner Unterstützung des reaktionären Verbandes konterkariert Paul Larue die Arbeit des Dürener Bündnisses gegen Rechts (BgR). Es geht nicht an, einerseits mit dem Finger auf die NPD zu zeigen, aber gleichzeitig politische Gruppen zu unterstützen, die rechtes Gedankengut verbreiten und Neonazis eine Plattform schaffen.

Wir, Mitglieder der Antifa Düren und des BgR, fordern daher Paul Larue auf, die Funktion des Sprechers niederzulegen. Wer in einer Partei grob gegen die programmatischen Ziele verstößt, wird wegen parteischädigenden Verhaltens ausgeschlossen. So sollte es auch im Bündnis sein. Der Sprecherkreis und die Mitglieder des Bündnisses sollten Konsequenzen aus dem Gebaren des Bürgermeisters ziehen und ihm endlich das Vertrauen entziehen, anstatt ihm wiederholt Rechtfertigungsmöglichkeiten für die Unterstützung des BdV zu gewähren.

Ungeachtet dessen fordern wir den Bürgermeister weiterhin auf, dem „Bund der Vertriebenen“ keine städtischen Räume zur Verfügung zu stellen.

Antifa Düren, 27. September 2007

Siehe auch:

"Ich kann nur hoffen, dass Sie politisch dafür auch zur Verantwortung gezogen werden" (6. September 2007)

BdV und Neonazis feiern gemeinsam den "Ostdeutschen Markt" (27. August 2007)

Offener Brief an BM Larue - Teil I (24. August 2007)

Offener Brief an BM Larue - Teil II (24. August 2007)

"Tag der Heimat“ 2007: Wer die NPD bekämpfen will, darf den BdV nicht unterstützen! (16. August 2007)



Hintergrund:

Das Ostpreußenblatt: Stimme des Revanchismus (Artikel von Ulla Jelpke, MdB)