| Hat Larue das Hausrecht im Rathaus an den rechten BdV abgegeben? |
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| Sonntag, 7. Oktober 2007 | |
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Neonazis sind Willkommen - Antifaschisten unerwünscht: BdV und Bürgermeister Larue begehenen die schwarz-braune Kumpanei.
Als am 4. Oktober 2007 Menschen der Antifa Düren mit Bildern vom diesjährigen „Ostdeutschen Markt“ das Rathaus der Stadt betraten um gegen eine Ausstellungseröffnung der Landsmannschaft Ost-Westpreußen zu protestieren, wurden sie vom Kreisvorsitzenden des BdV Manfred Bahrsuhn aufgefordert, das Rathaus zu verlassen. Der stille Protest richtete sich gegen den BdV, weil dieser in der Vergangenheit bereits mehrmals gezeigt hatte, dass die Grenzen zwischen ihm und den Neonazis fließend sind. Und der Protest richtete sich gegen das gute Zusammenspiel zwischen BdV und Bürgermeister Paul Larue (CDU), weil dieser seit ein paar Monaten Sprecher des Dürener Bündnisses gegen Rechts ist. Herr Barsuhn wurde dabei von der Polizei unterstützt. Diese teilte den Protestierenden mit, dass Herr Barsuhn von seinem Hausrecht Gebrauch mache und sie dieses umsetzen müssten. Auf mehrmaligen Einwand, dass Herr Barsuhn gar kein Hausrecht habe - sondern der Bürgermeister - bestand die Polizei darauf, dass Herr Barsuhn das Hausrecht habe. Die Polizei sorgte dann dafür, dass die Teilnehmer der Veranstaltung nicht mit der Tatsache konfrontiert wurden, dass beim diesjährigen Ostdeutschen Markt Neonazis und Vertriebene zum wiederholten Mal einträchtig zusammen feierten. Die Antifaschisten mussten das Rathaus verlassen. Der Tag hat gezeigt, wie schnell ein Manfred Barsuhn reagieren kann, wenn er nur will. Das vertraute miteinander von Neonazis und Vertriebenen beim diesjährigen „Ostdeutschen Markt“ war offensichtlich kein Zufall. Spätestens jetzt wird klar, dass bei den Veranstaltungen des BdV nicht die Neonazis, sondern die Antifaschisten unerwünscht sind. Den Neonazis gewährt man auf den Veranstaltungen des BdV ein Tänzchen, während Antifaschisten selbst als stumme Zuschauer unerwünscht sind. Also kam auf dem „Ostdeutschen Markt“ zusammen, was zusammen gehört. Ein Skandal ist und bleibt, dass der Bürgermeister dennoch treu und fest zum BdV steht. Dies ist mit seiner Funktion als einer der Sprecher des Dürener Bündnisses gegen Rechts nicht vereinbar. Es bleibt zu hoffen, dass die Forderung nach seinem Rücktritt lauter wird. Antifa Düren, 4. Oktober 2007 |

