| Bundeswehr: Kein Wohltätigkeitsverein |
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| Donnerstag, 8. November 2007 | |
Die Bundeswehr inszenierte sich heute im Dürener "Haus der Stadt" als Wohltäter. Wir dokumentieren an dieser Stelle ein heute verteiltes Flugblatt der Antifa Düren, dass sich gegen die Militarisierung der Gesellschaft richtet.
Soldaten sind Musiker?Kriege sind Konzerte?Die Bundeswehr ist ein Wohltätigkeitsverein?Heute spielt zum 38. Mal ein Musikkorps der Bundeswehr im Theatersaal des „Haus der Stadt Düren" auf. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Oberst Michael Kuhn, Kommodore des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke" übernommen. Der Reinerlös des Konzertes soll dem Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit" der Offenen Ganztagsschule in Düren zugute kommen (siehe: www.stadt-dueren.de).
Wir protestieren gegen diese Veranstaltung, um deutlich zu machen, dass es keinen Unterschied zwischen "kämpfenden" und "spielenden" SoldatInnen gibt. Die Bundeswehr führt derzeit Krieg in Afghanistan und bereitet sich durch Hochrüstung und Umstrukturierung auf weitere Kriege vor. Erst vor kurzem hat der Bundestag mit großer Mehrheit die Verlängerung der Beteiligung deutscher Soldaten und Tornados am Krieg in Afghanistan beschlossen. Damit hält sie der USA im Irak-Krieg den Rücken frei. Das ist keine Friedenspolitik. Außerdem bleibt festzustellen, dass Krieg die soziale Ungleichheit im Kriegsgebiet und im eigenen Land verstärkt. Was für ein Hohn ist da so eine Spenden-Sammelaktion, die dem Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit" der Offenen Ganztagsschule in Düren zugute kommen soll. Eine Übungsflugstunde eines „Tornado- Kampfflugzeugs" verschlingt mehr Geld, als durch dieses Bundeswehrkonzert eingespielt wird. Wie viel teurer ist dann der Kriegseinsatz eines solchen Kriegsgeräts? Rund 10.000 Deutsche SoldatInnen hat die Regierung weltweit als Interessenvertretung Deutschlands im Kriegseinsatz. Damit stellt Deutschland das zweitgrößte Interventionskontingent innerhalb der UN, vertritt dabei aber nicht die UN, sondern verfolgt laut verteidigungspolitischer Richtlinie "deutsche Wirtschaftsinteressen". Wer soziale Not erfolgreich bekämpfen will, muss sich zwangsläufig für eine andere (Welt-)Wirtschaftsordnung und auf jeden Fall gegen Militär entscheiden. Menschenrechtsverletzungen und Terror lassen sich nicht durch das Maximum an Menschenrechtsverletzungen und Terror, also Krieg, beenden. Wir fordern daher:
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