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"Stolpersteine" für Eschweiler Drucken
Donnerstag, 29. November 2007
Die Eschweiler Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis“ (BI) unterstützt das Projekt „Stolpersteine gegen das Vergessen“ in Eschweiler.

Seit einiger Zeit steht die BI schon in Kontakt mit der Projektkoordinatorin des Kölner Künstlers Gunter Demnig mit dem Ziel, die Verlegung von Stolpersteinen auch in Eschweiler zeitnah durchzuführen

Nach Angaben des Initiators handelt es sich dabei um ein Kunstprojekt für Europa, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

Mit großer Zustimmung sieht die Eschweiler Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis“, dass politische Parteien und weitere gesellschaftliche Gruppen in Eschweiler das Projekt, mit Zustimmung der zuständigen jüdischen Gemeinde, nun konkret umsetzen wollen. Daran wird die Eschweiler Initiative aktiv mitwirken.

Die BI hat auch ihrerseits Recherche betrieben und verfügt über Namen und Schicksale von Verfolgten aus dem antifaschistischen Widerstand in Eschweiler. Eine Gruppe von Opfern, die nicht häufig Erwähnung findet. Die politischen Gegner der Nazis waren vielfach diejenigen, die bereits Anfang 1933 verhaftet wurden. Nicht selten mussten solche Häftlinge die Konzentrationslager errichten, in denen später der Mord an Juden und Opfern aus anderen Gruppen vollzogen wurde.

Gemeinsam mit den schon vorliegenden Informationen über jüdische Familien in Eschweiler kann das Projekt konkret angegangen werden.  Die Eschweiler Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis“ fordert Schülergruppen  auf, sich an dem noch zu gründenden Arbeitskreis zu beteiligen. Die sinnvolle Erinnerungsarbeit des Projektes „Stolpersteine“ würde somit von Jugendlichen weiter begleitet werden können.

Ergänzende Informationen über Opfer in Kirchengemeinden, Gewerkschaften, Parteien oder anderen Gruppen werden auch zukünftig von der BI gesammelt. Mitteilungen sind erbeten an:

Eschweiler Bürgerinitiative "Gemeinsam gegen Neonazis", Postfach 1132, 52458 Inden oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst

Textquelle: Presseinformation der Eschweiler BI "Gemeinsam gegen Neonazis"