| Ausstellung über Opfer rechter Gewalt gastiert im Dürener Rathaus |
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| Mittwoch, 4. Juni 2008 | |
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Seit gestern ist im Dürener Rathaus die Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ auf Initiative des Dürener Bündnisses gegen Rechts zu sehen.
Die Künstlerin Rebecca Forner hat die Schau in Zusammenarbeit mit dem Verein Opferperspektive e.V. erarbeitet. Die Ausstellung porträtiert 136 Menschen, die rechter Gewalt von 1990 und 2005 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremisten kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Vor 30 Gästen eröffneten Bürgermeister Paul Larue und eine Vertreterin des Dürener Bündnisses gegen Rechts gestern die Ausstellung. Die Rednerin des Bündnisses erinnerte u.a. an den Mordanschlag von Solingen, der sich fast auf den Tag genau vor fünfzehn Jahren ereignete. Sie mahnte, sich Rassisten in den Weg zu stellen und bei rechter Gewalt einzugreifen:„Wir wollen heute jedoch nicht alleine um die Toten trauern, sondern auch dafür Sorge tragen, in Zukunft keine weiteren Opfer rechter Gewalt zuzulassen. [...] Auch in unserer Region und insbesondere in Stadt und Kreis Düren erleben wir seit etwa zweieinhalb Jahren, wie Neonazis etwa von der NPD, verstärkt in der Öffentlichkeit auftreten. Wir wollen es nicht akzeptieren, wie diese Gruppen mit ihrer Propaganda den Grundstein für neue Verbrechen legen.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Juni während der regulären Öffnungszeiten des Dürener Rathauses zu besichtigen, vom 17. bis zum 27. Juni wird sie im Jülicher Rathaus gezeigt. Siehe auch: Rede einer Vertreterin des Dürener Bündnisses gegen Rechts zur Eröffnung der Ausstellung Gewaltopfern wieder ein Gesicht gegeben (Dürener Zeitung vom 5. Juni 2008)
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