Bündnis ruft zur Demonstration gegen Neonazi-Treffen in Düren auf Drucken
Donnerstag, 19. Oktober 2006
Ein Bündnis aus antifaschistischen Initiativen, Gewerkschaften, Parteien und Vertretern der Evangelischen Gemeinde ruft für den kommenden Samstag unter dem Motto „Stoppt die Neonazis in Düren – Nazikneipen dichtmachen“ (Aufruftext siehe unten) zu einer Demonstration auf.

Auftakt ist um 18 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Anlass ist die an diesem Abend als „Erntedankfest“ getarnte  Konzertveranstaltung von neonazistischer „Kameradschaft Aachener-Land“ und NPD in der Gaststätte „Gütershop“ in der Arnoldsweilerstraße.

Die Route der antifaschistischen Demonstration führt durch die Dürener Innenstadt. Unmittelbar vor der Gaststätte wird es eine einstündige Kundgebung geben.

Die Antifa Düren begrüßt den einmütigen Anti-Nazi-Beschluss der im Dürener Rat vertretenen Parteien. Wir erwarten im Sinne dieser Erklärung eine rege Beteiligung an der Demonstration.

Unterdessen zeichnet sich ab, dass am Samstag offenbar auch Neonazis aus dem Ausland nach Düren anreisen werden. Laut einer Pressemitteilung erwarten die Organisatoren des „Erntedankfests“ auch Teilnehmer aus Großbritannien, Belgien und den Niederlanden.

Aktuelle Informationen zur Demonstration werden im Internet unter www.antifa-dueren.org veröffentlicht. Parteien, Gruppen und Initiativen, die den Aufruf noch unterstützen wollen, können sich per E-Mail  melden.

Antifa Düren, 19. Oktober 2006


Aufruf zur antifaschistischen Demonstration

Stoppt die Neonazis in Düren – Nazikneipen dichtmachen!

Für den kommenden Samstag planen Neonazis aus dem Spektrum der NPD und der militanten „freien Kameradschaften“ ein Konzert in der Dürener Kneipe „Gütershop“ (Arnoldsweilerstr. 37). Dort hat bereits im Juli ein „Sommerfest“ der NPD und Anfang  September ein „Balladenabend“ mit neonazistischen „Liedermachern“ stattgefunden. Zu den Veranstaltungen, an denen bis zu 130 Personen teilgenommen haben sollen, sind auch Neonazis aus Belgien und den Niederlanden angereist. An Infoständen in Düren und Jülich versucht die NPD, ihre Propaganda zu verteilen.

Wir sagen: Es reicht!

Unter den Mitgliedern von NPD und „Kameradschaften“ befinden sich rechtskräftig verurteilte Gewalttäter. Sie versuchen, sich als Teil einer sozialen Opposition darzustellen. Doch ihr Programm kennt nur Rassismus, Antisemitismus, Ausländerhass und Demokratiefeindlichkeit. Sie sind gewaltbereit gegen Andersdenkende und anders Aussehende. Sie wollen den Boden für eine dauerhafte Präsenz in unserer Region bereiten.

Wir sagen:

Wir wollen keine Neonazis – weder in unserer Stadt noch anderswo!

Wir wollen keine Ausländerfeindlichkeit, keinen Rassismus, keinen Antisemitismus, keine Übergriffe auf Asylbewerber und keine Übergriffe auf solche Menschen, die nicht in die Vorstellungswelt der Neonazis passen!

Den Neonazis werden wir am kommenden Samstag nicht die Stadt überlassen. Wir rufen alle Antifaschisten und Demokraten auf, gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Hetze von NPD und „Kameradschaften“  zu setzen.

Samstag, 21. Oktober 2006

Auftakt: Ab 18 Uhr, Bahnhofsvorplatz in Düren.

Anschließend Demonstration durch die Dürener Innenstadt.

Zur Demonstration rufen auf (Stand 19. Oktober):

Antifa Düren, Antifaschistisches Cafe Köln, Autonomes Zentrum Aachen, Changing Weather - antifaschistische Gruppe Köln, Deutscher Gewerkschaftsbund Region NRW Süd-West, Die Linke.PDS KV Düren, DKP Düren, IG Metall Düren, ver.di-Bezirk Aachen/Düren/Erft , Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Aachen, Düren und Mönchengladbach / Grenzland sowie diverse Einzelpersonen.