| Reaktion auf Schmierereien am jüdischen Friedhof |
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| Samstag, 22. Juni 2002 | |
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Vierzig Antifaschisten protestierten heute in
Jülich gegen Antisemitismus und Neofaschismus. Sie
reagierten damit kurzfristig auf Hakenkreuz- und SS-Schmierereien am
Jüdischen Friedhof und Holocaust-Mahnmal in der 30.000 Einwohnerstadt.
In Jülich haben heute 40 Antifaschisten gegen den zunehmenden Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft und lokale Neonazistrukturen protestiert. Konkreter Anlass waren Nazischmierereien mit direktem räumlichen Bezug zu dem Jüdischen Friedhof und Holocaust-Mahnmal in Jülich. Erfreulicherweise kamen zu der von den Jugendgruppen Antifaschistische Aktion Jülich (AAJ) und Querdenker mit Unterstützung der Antifa Düren kurzfristigen Mahnwache mehr Menschen als erwartet. Eine Reihe Jülicher BürgerInnen und sogar eine Gruppe der Pfadfinder schloss sich dem Protest an. Der Auftakt fand auf dem Jülicher Marktplatz statt. In den Redebeiträgen der Querdenker-Gruppe und der Antifaschistischen Aktion Jülich wurden die Schmierereien scharf vorteilt. Die verantwortlichen Stellen wurden aufgefordert, die Täter zu ermitteln und zu bestrafen. Kritisiert wurde dass die Schmierereien noch immer zu sehen sind, obwohl die Stadt Jülich bereits seit einigen Tagen informiert wird. Die Einwohner Jülichs wurden zu Engagement gegen Rechts aufgerufen. Gleichzeitig wurde weiterer Widerstand gegen die örtlichen Strukturen der Neonazis angekündigt. Nach dem Auftakt zog in Form einer kleinen Demonstration durch die Jülicher Innenstadt bis zum Jüdischen Friedhof.
Dort
wurden die Hakenkreuze und SS-Runen symbolisch mit Kreide übermalt und
die Fahrbahn mit antifaschistischen Losungen verschönert. Eine Frau aus
Jülich sprach spontan ein jüdisches Gebet in Gedenken an die Opfer des
Holocaust. Anschließend wurden noch einige Transparente zwischen den
Bäumen vor dem Friedhof befestigt.
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