| 8.11.2008, 12.00 Uhr, Aachen, Markt |
Demonstration und Kundgebung
WIR SIND A A C H E N - NAZIS SIND ES NICHT
Unter dem Motto „Gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung! Gedenkt der deutschen Opfer!“ will der wegen Volksverhetzung verurteilte Axel Reitz am 8.11.2008 mit Gleichgesinnten in Aachen aufmarschieren. Dieser Aufmarsch ein Tag vor dem Gedenken zur 70. Wiederkehr der Reichspogromnacht ist zynisch und eine bewusste Provokation.
Darum rufen wir auf: Kommen Sie am 8.11.2008 um 12.00 Uhr zum Markt. Gemeinsam wollen wir zeigen, Aachen sagt nein zu Neonazis!
Aachen sagt nein!
Wir wollen keine Nazis in unserer Stadt, keine Alt- und keine Neo-Nazis. Wir wollen ihre Parolen nicht hören und ihre Fahnen nicht sehen. Wir wollen ihre Stiefel nicht und nicht ihre Klamotten. Wir wollen nicht ihre Märsche und nicht ihre Musik. Wir können sie nicht ausstehen.
Wir wollen ihre Intoleranz nicht haben, ihren Rassismus, ihren Antisemitismus, ihren Hass auf alle, die anders sind als sie selbst, ihren Hass auf uns. Wir wollen sie nicht, wir wehren uns:
Aachen sagt ja!
Wir bekennen Farbe. Wir wollen eine Stadt, die farbig ist und bunt. Eine Stadt, die das Fremde liebt und den Nächsten. Eine Stadt, die den Unterschied feiert und die Ähnlichkeit. Eine Stadt, die neugierig ist auf sich und andere. Die mutig ist und freimütig, offen und aufgeschlossen. Wir wollen eine friedliche Stadt undwollen den Nazis friedlich widerstehen. Wir wollen einen Protest der Phantasie, wir wollen die Schönheit des Plurals.
8. NOVEMBER 12.00 UHR MARKT
ANSCHLIESSEND DEMONSTRATION UND KUNDGEBUNG
13.30 UHR SYNAGOGENPLATZ
DGB-Plakat zum Download
Aufruf Regionaldekan Josef Voß, Aachen zum Download
Die VVN ruft für 10.00 Uhr zu einer Kundgebung am Bahnhof auf. Flugblatt zum Download
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| Presseerklärung |
Bündnis gegen Rechts schreibt an Landräte und Bürgermeister
In einem Brief an die Landräte der Kreise Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg, an den Oberbürgermeister der Stadt Aachen und an die Bürgermeister der Städte und Gemeinden in den genannten Kreisen hat das „Aachener Bündnis gegen Rechts“ Gespräche über ein gemeinsames Vorgehen gegen rechte Parteien und Gruppierungen im Raum Aachen vorgeschlagen.
In dem von Bruno Meyer (SPD Aachen-Burtscheid), Otmar Steinbicker (Aachener Friedenspreis) und Wilfried Mercks (AG GEGEN RECHTS, Erkelenz) unterzeichneten Schreiben werden als Gesprächsthemen vorgeschlagen: Verhinderung der Vergabe städtischer Räumlichkeiten an Rechtsextremisten, Bewahrung des Andenkens der Opfer des Naziregimes, Einbeziehung von Schulen und Bildungseinrichtungen in die Aufklärung über den Naziterror und aktuelle Bestrebungen der erwähnten Rechtsparteien.
Darüber hinaus soll thematisiert werden, wie bei den anstehenden Bundestagswahlen verhindert werden kann, dass NPD, REP, DVU und ihrer vorgeschalteten Kameradschaften unter Vorspielung falscher Tatsachen wieder ihre Unterstützer-Unterschriften sammeln so, wie das in Teilen der Region vor der Landtagswahl geschehen ist.
Auch Fragen im Hinblick auf die Anfang April in Kraft getretene Verschärfung des Versammlungsrechtes sollen erörtert werden.
Für die „Eifelkreise“ in der Region sieht das „Aachener Bündnis gegen Rechts“ einen weiteren Handlungsbedarf der Politik in der Frage, wie verhindert wird, dass die Burg Vogelsang zu einer Pilgerstätte für junge und alte Nationalisten wird.
Das „Aachener Bündnis gegen Rechts“ ein Zusammenschluss von mehr als 30 Gruppen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften, engagiert sich vor dem Hintergrund der vom Verfassungsschutz festgestellten besonderen Aktivitäten der Rechten Parteien NPD, REP, DVU Kameradschaften in der Aachener Region für ein Zurückdrängen nationalistischer Kräfte. Hierzu arbeiten unter Koordination des Sprecherinnen- und Sprecherkreises, dem insgesamt sechs Personen angehören, Arbeitsgruppen zu Schwerpunktthemen wie Kommunales oder Bildung.
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Erklärung des Aachener Bündnis gegen Rechts
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Selbstverständnis und Zielsetzung
Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)
Das Aachener Bündnis gegen Rechts ist ein Bündnis quer durch alle Bevölkerungsschichten. Es wird von demokratischen Organisationen, Institutionen und Zusammenschlüssen gebildet und getragen.
Zielsetzung des Bündnisses ist die ständige Auseinandersetzung mit und der Widerstand gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit im Alltag in Aachen und in der Region zum Schutz von Menschenwürde und Demokratie.
Wir wollen in Aachen und in der Region mit dazu beitragen, dass ein Klima geschaffen wird, in dem für Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung von Minderheiten, Hass und Gewalt kein Platz ist. Hass und Gewalt in jeglicher Form setzen wir unsere solidarische Kraft entgegen.
Die Ursachen für Rassismus und Rechtsextremismus sind vielfältig. Eine der Ursachen ist die zunehmende soziale Ungleichheit. Nichts rechtfertigt die Diskriminierung, die Verletzung oder gar den Tod von Menschen. Nichts rechtfertigt Toleranz und Schweigen gegenüber politischen Verführerinnen und Verführern oder den Gewalttäterinnen und Gewalttätern. Niemand darf schweigen oder tatenlos zusehen, wenn rechtsextreme oder rassistische Übergriffe versucht werden oder stattfinden.
Die Mitglieder des Aachener Bündnis gegen Rechts zeigen Zivilcourage und wollen allen Bürgerinnen und Bürgern Mut machen, sich aktiv gegen rechte Gesinnung und Gedankengut zu stellen. Dies geschieht u.a. durch regelmäßige Information der breiten Öffentlichkeit in Veranstaltungen und mit Aktionen aller Art. Die Auseinandersetzung mit und der Widerstand gegen Rechtsextremismus und Rassismus sehen wir auch als eine dauerhafte gesellschaftspolitische Aufgabe der Kommunen in der Region. Dieses Verständnis kommunaler Verantwortung fordern wir ein und in diesem Sinne arbeiten wir mit den kommunalen Verantwortungsträger/innen zusammen.
Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche, soziale und demokratischeRechte haben.
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| Flyer |
Bündnis gegen Rechts -
wer wir sind und was wir wollen
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| Arbeitsgruppe (AG) GEGEN RECHTS Erkelenz |
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65 Jahre Wannsee-Konferenz
Am 20. Januar 2007 jährt sich die Wannsee-Konferenz zum 65. Mal. Vor dem Hintergrund ständig erstarkender rechtsextremer Kräfte (die Zahl der rechtsextremen Straftaten war noch nie so hoch wie 2006!) fordert dieser Jahrestag zur intensiveren Auseinandersetzung mit den Vorgängen vor 65 Jahren auf.
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| Newsletter 2 |
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Bundnis gegen Rechts - Aktivitäten
In der zweiten Ausgabe informieren wir Sie über Aktionen unseres Bündnisses sowie über wichtige Aktivitäten GEGEN RECHTS in der Aachener Region vor allem Aktivi-täten der Kommunalpolitik.
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| Newsletter 1 |
Bundnis gegen Rechts - Aktivitäten
Eine erste Übersicht von Themen, Vorhaben und Aktivitäten.
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| Erkelenz |
In Erkelenz hat sich im März das antifaschistische Netzwerk Cable Street Erkelenz gegründet. Es
bindet junge Heranwachsende, Schülerinnen und Schüler, vor allem die
"Musikszene" Erkelenz in ein antifaschistisches Umfeld ein.
Die Website www.cable-street.de freut sich über einen Besuch.
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