| Bürgerprotest gegen NPD in Inden |
| Sonntag, 10. Juni 2007 | |
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Rund 300 Menschen folgten am vergangenen Samstag einem
Aufruf des Dürener Bündnisses gegen Rechts und demonstrierten in Inden-Altdorf
gegen die NPD. Der Protest richtete sich auch gegen eine Veranstaltung von
Neonazis am Abend in Pier.
Fünf Minuten vor Zwölf – zu dieser symbolischen Uhrzeit begann die Auftaktkundgebung vor dem Indener Rathaus, an der sich viele Indener Bürger beteiligten. In Ansprachen wandten sich Karl Panitz, DGB und einer der Sprecher des Dürener Bündnisses gegen Rechts, der Indener Bürgermeister Ulrich Schuster und Vertreter der beiden großen christlichen Kirchen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Thematisiert wurden u.a. die Aktivitäten der Neonazis in der Gemeinde Inden. Der NPD-Kreisvorsitzende Ingo Haller lebt in Pier. Auf dessen Grundstück hatte bereits vor rund drei Wochen ein Treffen von 100 Neonazis stattgefunden. Ersten Presseberichten zufolge waren am vergangenen Samstag erneut etwa 80 Neonazis zu einer Veranstaltung mit neonazistischen Liedermachern nach Pier gereist. "Es ist zu befürchten, dass die Veranstaltungen auf dem Hallerschen Gelände auch in der Zukunft noch zunehmen werden. Dass hat die Gemeinde Inden und insbesondere der Ortsteil Pier nicht verdient. Mit unserer heutigen Veranstaltung macht das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt deutlich, die Bürgerinnen und Bürger von Inden stehen nicht alleine mit diesem rechtsextremen Problem sondern wir als Bündnis stehen hinter Ihnen", sagte Karl Panitz in seiner Ansprache. Die Demonstration des Bündnisses richtete sich auch gegen die Kandidatur Ingo Hallers bei der Bürgermeisterwahl in Aldenhoven im August diesen Jahres und die Pläne der NPD, bei den Kommunalwahlen 2009 in die Stadt- und Gemeinderäte der Region einzuziehen. Ein mutmaßlicher Fotograf der neonazistischen „Anti-Antifa“ wurde am Rande der Auftaktkundgebung enttarnt und musste nach Ansprache durch Polizeibeamte den Platz verlassen. Im Anschluß demonstrierten die NPD-Gegner durch den Ort. Auch die Kampagne „NPD-Verbot jetzt!“ war in Inden-Altdorf präsent. Rund 60 Unterschriften für die Einleitung eines neuen Verbotsverfahrens gegen die NPD wurden gesammelt. Zeitgleich zu der Indener Demonstration protestierten in Aachen rund 40 Antifaschisten spontan gegen einen Infostand der NPD, an dem auch Dürener Neonazis teilnahmen.
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