| "Den Naziterror stoppen!" - Demo in Düren |
| Montag, 17. Mai 2010 | |
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Für Donnerstag, den 20. Mai 2010, ruft die Antifa Düren zu einer Demonstration auf. Anlass ist der Angriff auf das Jugendzentrum Multikulti.
Aufruf zur Demonstration Feiger, hinterhältiger Angriff auf das Multikulti in Düren In der Nacht von 8. auf den 9. Mai haben bislang Unbekannte die Scheibenfront des Multikulti eingeworfen und die danebenliegende Wand mit der Parole „Antideutschen keine Plattform bieten“ beschmiert. Aufgrund der verwendeten Parole sowie des Ortes des Angriffs lässt sich schliessen, dass die feigen Täter aus dem Umfeld der neofaschistischen Dürener NPD und der KAL kommen. Anlässlich des 65. Jahrestages von der Befreiung des Faschismus fand am 8. Mai 2010 im Jugendzentrum Multikulti eine erfolgreiche Feier statt. Diese wurde von mehr als 200 Gästen besucht. Dass den Tätern die zum zwölften Mal stattfindende Veranstaltung schon lange ein Dorn im Auge ist, liegt wohl in der Natur der Sache, denn für Apologeten des Faschismus - wie die Dürener NPD/KAL - ist der 8.Mai kein Feiertag, sondern ein Trauertag! An diesem Tag vor 65 Jahren wurde das Ende des von ihnen „heiß geliebten“ Verbrechersystems, auf dessen Konto über 50 Millionen Tote zu verzeichnen sind, durch die bedingungslose Kapitulation besiegelt Diese Tat war also eindeutig politisch motiviert und steht mit diesem Jahrestag im Zusammenhang In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai war das Multi Kulti wahrscheinlich von den gleichen Tätern, oder deren Umfeld, schon Angriffsziel. Diese hatten den Rudolf-Schock-Platz für den Auftakt der Demonstration des „Dürener Bündnis gegen Rechts“ mit rechten und linksfeindlichen Parolen beschmiert. Zudem wurden auch noch Hakenkreuze und SS-Runen hinterlassen. Neonazis versuchen damit unterschwellig, die Idee ihres verbrecherischen Systems, den so genannten „Nationalsozialismus“ an die Menschen weiter zu geben. Der von ihnen angerichtete materielle Schade, der sich sicherlich im vierstelligen Bereich bewegen dürfte, wird nun für andere soziale und sinnvolle Projekte fehlen Dass sie in der Nacht vom Samstag auf Sonntag ein Haus angegriffen haben, in dem engagierte Sozialarbeiter sich um vorwiegend Kinder und Jugendliche kümmern, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, ihnen sinnvolle Freizeitangebote und Hilfen im Alltag bieten, zeigt, wie verlogen ihre Parole "frei und sozial" ist. Aber durch eben eine solch verabscheuungswürdige und hochgradig asoziale Tat zeigen die Neonazis ihr wahres Gesicht. Gerade die Neonazis aus dem Umfeld der NPD/KAL stellen sich bewusst und unzweifelhaft in die Tradition des Faschismus. Erst vor kurzem haben sie ausgiebig den Geburtstag eines der größten Verbrecher gefeiert, den die Menschheit je gesehen hat. Dass die rechte Szene in der Dürener Region stark vertreten ist und dass gerade die NPD bei den Landtagswahlen Stimmen über den Landesdurchschnitt bekamen, ist in Anbetracht solcher Aktionen nicht nachvollziehbar. Aber so etwas macht mehr als deutlich, dass noch viel Arbeit von Nazigegnern erforderlich ist, um diesen Trend umzukehren und zu bekämpfen! Hierbei darf nicht aus den Augen gelassen werden, dass der Kampf gegen den Neonazismus nur erfolgreich sein kann, wenn auch die gesellschaftlichen Ursachen aus denen das Unheil kriecht beseitigt werden. Wir verurteilen den Angriff auf das Multikluti aufs Schärfste und fragen uns besorgt: „Was wird aus dieser Richtung als nächstes kommen?" Wozu die Neonazis fähig sind, zeigen die 150 Morde in der BRD mit neofaschistischem Hintergrund seit 1990. Und es wird etwas noch Schlimmeres passieren, wenn diese Gruppen weiterhin vom Staat toleriert und geduldet werden. |
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