| Dresden: "Kameradschaft Aachener Land" hetzt gegen Antifaschisten |
| Donnerstag, 11. Februar 2010 | |
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2009 marschierten im Schutz von über 4.000 Polizisten mehr als 6.000 Neonazis, unter ihnen auch einige aus der Region Düren/Aachen, durch Dresden. Unter dem Motto „Gegen den Bombenterror der Alliierten“ wollen sie am kommenden Samstag (13. Februar) erneut durch Dresden paradieren.
Der Ort ist gut gewählt: „Dresden“ steht auch für den rechten Opferdiskurs der bürgerlich-rechten Mitte, die mit der Bombardierung Dresdens 1945 durch die Alliierten das Terrorregime der Nazis zu relativieren versucht. In diesem Jahr gibt es ernsthafte Bestrebungen, den Naziaufmarsch zu verhindern. Tausende haben mit ihrer Unterschrift ihre Bereitschaft zur Teilnahme an Blockaden bekundet und öffentlich gemacht. Tausende Plakate und Flugblätter rufen, Kriminalisierungsversuchen und Repressionen zum Trotz, dazu auf, den Neonazi-Aufmarsch zu verhindern. Und zwar ganz konkret, am Ort des Geschehens in Dresden. Offensichtlich hat die Werbung und Mobilisierung der Antifa Düren zur Teilnahme an den Massenblockaden des Bündnisses "Dresden Nazifrei", bei den Neonazis in der Region für erhebliche Frustration gesorgt.
So haben Neonazis aus der Region, offensichtlich aus Frust, Plakate in der Stadt abgerissen, die zu Massenblockaden des Naziaufmarsches aufrufen. Nebenbei wurde auch das Auto eines Antifaschisten mit Nazipropaganda beklebt. Aber damit nicht genug: Die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) hetzt auf Ihrer Internetseite unter Verdrehung von Tatsachen und mit Lügen und Verleumdungen gegen Mitglieder der Antifa Düren. Die Handschrift des geistigen Dünnschisses R.L. ist dabei unverkennbar. So behauptet die Neonazi-Gruppe, die Antifa hätte mit Plakaten zu Straftaten aufgerufen und Hunderttausende Tote verunglimpft. Weder das eine noch das andere ist richtig. Unter folgenden Internetadressen kann sich jede Leserin und jeder Leser ein eigenes Bild machen. Hier finden Sie die Inhalte für die sich Mitglieder der Antifa Düren einsetzen und Werbung machen. www.labournet.de/diskussion/rechten/allg/dresden2010.html
Die Neonazis wissen offenbar genau, warum sie ihre Internetseite auf ausländischen Servern veröffentlichen: Damit sie für die in der BRD strafrechtlich relevanten Inhalte der Homepage nicht belangt werden können. Allerdings empfinden wir die verbalen Angriffe, auch wenn diese inhaltlich falsch und verleumderisch sind, als Lob. Sie zeigen uns - frei nach dem Sprichwort "getroffene Hunde bellen" - das wir auf dem richtigen Weg sind. Bedenklich wird es erst, wenn unsere Feinde uns loben. Dass sich aber ausgerechnet die KAL über „Schmierereien“ und "Sachbeschädigung" beschwert, ist kurios: So waren es doch Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land“ , die in den letzten Monaten Düren mit Slogans wie „Nationaler Sozialismus jetzt“ oder „Nationalismus ist Sexy“ „verschönert“ haben. Und wer war es, der 2007 Plakate vom Hitler-Stellvertreter verklebt hatte? Neonazis der Kameradschaft! Wir werden weiterhin die Entwicklung der Kameradschaft Aachener-Land beobachten und nicht nachlassen im Kampf gegen den Rassismus und die Menschenverachtung der Neonazis aus NPD und „Kameradschaft Aachener Land“. Jetzt erst recht! Auf nach Dresden, um den Naziaufmarsch zu verhindern! Keinen Fußbreit den Nazis! |
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