Düren / Dresden: Mehrere Tausend Neonazis marschieren
Samstag, 14. Februar 2009

Mehrere tausende Neonazis demonstrierten heute durch Dresden. Unter den Teilnehmern dürften wie in den vergangenen Jahren auch Mitglieder und Anhänger der NPD aus der Region Düren sowie der "Kameradschaft Aachener Land" sein.

Nach Recherchen von "Klarmanns Welt" haben sich die Neonazis aus der Region in ein oder zwei Reisebussen auf den Weg nach Dreden gemacht. Im Blog heißt es dazu:

"Aus dem Raum Aachen, Düren, Mönchengladbach und Krefeld wird nach bisherigem Stand der Recherchen mindestens ein Reisebus Dresden ansteuern. Laut Spönlein muss jeder Mitfahrer im Bus der NPD 30 Euro Fahrtkosten berappen. Anreisen werden Vertreter von NPD sowie „Kameradschafter“ und „Autonome Nationalisten“ (AN). AN-Kreisen zufolge fallen für die Mitfahrer Kosten in einer Höhe zwischen 25 bis 30 Euro an, weswegen wahrscheinlich also aus der Region doch wieder zwei Busse Dresden anfahren werden. Einer davon wird offenbar in einer Stadt des Kreises Aachen starten."

Nach Neonazi-Angaben sollen bis zu zehntausend Neonazis in Dresden unterwegs sein., in ersten Presseberichten ist die Rede von etwa fünftausend Neonazis. Mehrere tausend Menschen protestieren auf verschiedenenen Demonstrationen und Kundgebungen gegen den braunen Aufmarsch in Dresden.

 

Weitere Infos zu Dresden gibt es hier:

"Auch in diesem Jahr trafen sich tausende Rechtsextreme zum „Trauermarsch für die deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors“. Dem Aufruf der Organisators der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschlands“ folgend, erfolgte Auftreten und Kleidung dem Anlass entsprechend: es gab keine Protestrufe und der Aufzug lief in geordneten Zehner-Reihen.
Laut Angaben der Polizei vor Ort soll es sich um 6.700 Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet handeln. Unter ihnen auch ein mehrere hundert Personen starker „Schwarzer Block“, der gesondert von der Polizei begleitet wurde. Treffpunkt der Rechtsextremen war der Dresdner Hauptbahnhof und Startzeit war ursprünglich 12 Uhr. Jedoch setzte sich der mehrere Kilometer lange Zug erst kurz vor 14 Uhr in Bewegung" berichtet "Endstation Rechts".

Recherche-Ost schreibt: "Wenige Minuten nach 13 Uhr begann in Dresden der alljährliche Großaufmarsch von Neonazis anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg.Mit etwa 6.500 Teilnehmer_Innen liegt die Zahl etwas unter den prognostierten Erwartungen zurück. Die Rede war im Vorfeld von bis zu 8.000 Neonazis." Mehr unter www.recherche-ost.com

"Rund 6000 Rechtsextremisten haben sich für einen “Trauermarsch” in Dresden angekündigt. Sie wollen nach eigenen Angaben der Toten der Bombardierung Dresdens 1945 gedenken. Doch dies ist vor allem Mittel zum Zweck: Die Aufmärsche spielen für die rechtsextremen Strategen eine zentrale Rolle", schreibt Patrick Gensing auf www.npd-blog.info

"Zeitgleich befinden sich mehrere Tausend AntifaschistInnen und mehrere Tausend bürgerliche GegendemonstrantInnen in der Stadt. Mit mehreren Demonstrationen wollen sie versuchen, den Neonazi-Aufmarsch zu unterbinden" heißt es in einem ersten Bericht auf dem unabhängigen Medienportal Indymedia.

Pressespiegel:

Tausende Dresdner demonstrieren gegen Neonazi-Aufmarsch (Spiegel Online, 14. Februar 2009)

Dresden protestiert gegen Neonazi-Aufmarsch (MDR, 14. Februar 2009)

Krawalle stören Gedenken an die Bombenopfer (Sächsiche Zeitung, 14. Februar 2009)

Sternmarsch gegen Neonazis (N-TV, 14. Februar 2009)

Tausende demonstrieren gegen Neonaziaufmarsch (FAZ, 14. Februar 2009)

"Rechte haben hier nichts zu suchen" (Frankfurter Rundschau, 14. Februar 2009)

 

 

 
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