Stolberg: Keine frohe Ostern für Neonazis
Dienstag, 30. März 2010

Die Antifa Düren ruft dazu auf, sich an den Protesten gegen die Aufmärsche von Neonazis am kommenden Wochenende in Stolberg (Städteregion Aachen) zu beteiligen.

Seit 2008 versuchen Neonazis aus dem Spektrum von NPD und sogennanten „Freien Kameradschaften“ den gewaltsamen Tod eines jungen Mannes für ihre rassistische Propaganda zu missbrauchen. Am Osterwochenende wollen sich gleich zweimal durch Stolberg marschieren: Am Freitagabend soll ein „Fackelmarsch“ durch das stark migrantisch geprägte Stadtviertel „Mühle“ stattfinden, am Samstag ist eine größere Demonstration geplant.

Maßgeblich organisiert werden die Aufmärsche vom Dürener NPD-Kreisvorsitzenden Ingo Haller, der in diesen offensichtlich ein Mittel gefunden hat, um seinen Geltungsdrang in der NS-Szene auszuleben.

Seit Wochen wird bundesweit und im benachbarten Ausland für die braunen Aktionen in Stolberg geworben. Vor dem Hintergrund der Erfahrung aus den vergangenen Jahren ist damit zu rechnen, dass am Osterwochenende mehrere hundert Neonazis nach Stolberg anreisen werden.

Die Antifa Düren ruft dazu auf, sich den Aufmärschen konsequent entgegenzustellen. Die Gruppe verweist in diesem Zusammenhang auf den Aufruf des „AK Antifa Aachen “ , die Neonazis zu blockieren.

Unterdessen ruft auch das „Dürener Bündnis gegen Rechts“ dazu auf, am Ostersamstag nach Stolberg zu fahren. Die Kundgebungen des örtlichen „Bündnisses gegen Radikalismus“ (sic!) sollen unterstützt werden.

Siehe zum Thema auch:

Sehnsucht nach Salem (Hintergründe zu den Aufmärschen in Stolberg)

 
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Antifa Düren zwitschert

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