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Angriff auf Auto eines Antifaschisten |
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Sonntag, 21. März 2004 |
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In einer offensichtlich gezielten Aktion wurde
das Auto eines Dürener Antifaschisten mit zwei Hakenkreuzen beschmiert.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Abend des Dienstags in der
vergangenen Woche (16. März 2004). Bereits in den Wochen zuvor hatte
der Betroffene mehrfach Manipulationen an seinem Fahrzeug festgestellt.
Die Umstände
der Tat legen die Vermutung nahe, dass der oder die Täter im Dunstkreis der beiden Dürener Nazi-Brüder Karsten und Michael Büttgen
("Kameradschaft Aachener-Land") zu suchen sind. Aus dem Umfeld der
Neonazi-Gruppierung wurden in der Vergangenheit gegen die nun von den
Schmierereien betroffene Person Drohungen ausgesprochen. Es wurde sogar
zum Mord an politischen Gegnern aufgerufen. Der Polizei liegt
mittlerweile eine Anzeige wegen Bedrohung und Verwendens von
NS-Symbolen vor. Angesichts
des enormen Gewaltpotentials der "Kameradschaft Aachener-Land" ist der
Vorfall ernst zu nehmen. Für die Stadt Düren stellt er insofern eine
neue Qualität dar, da Neonazis erstmals in der jüngeren Vergangenheit
sich nicht nur auf verbale Attacken auf politische Gegner beschränken,
sondern zu tätlichen (zunächst nur auf das Eigentum beschränkte)
Angriffen übergegangen sind. Was kommt als nächstes? Ein Überfall auf
Antifaschisten oder - wie in anderen Städten geschehen - ein
Mordanschlag auf Gegner der Neonazis? Wir erwarten, dass die polizeilichen Ermittlungen, die wir mit Aufmerksamkeit verfolgen werden, mit Nachdruck geführt werden. Gleichermaßen ist nach wie vor gesamtgesellschaftliches Engagement gegen Neofaschismus notwendig.
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