| Einschüchterungen Andersdenkender |
| Mittwoch, 15. September 2010 | |
Einschüchterungen Andersdenkender mit Terror, Gewalt und Mord waren schon immer Ihr GeschäftIn der Nacht vom 27. zum 28.August 2010 haben offensichtlich Neonazis aus dem Umfeld der örtlichen Neonaziszene eine Morddrohung an die Wand eines Hauses in Düren geschmiert, in dem ein seit Jahren aktiver Nazigegner wohnt. Dies reiht sich ein in die seit Wochen, Monaten und Jahren zu verzeichnenden Aktivitäten aus dem Umfeld der regionalen Neonaziszene, mit denen versucht wird ihre Gegner einzuschüchtern. In jüngster Zeit häufen sich in der Region Aachen /Düren rechtsradikale Straftaten massiv. In einer Nacht Anfang August kam es an acht verschiedenen Stellen zu Sachbeschädigungen. Am jüdischen Friedhof zum Beispiel stand: “Juden den Gashahn auf drehen”. Rechtsradikale Parolen auch an den Büros von Grünen, SPD und LINKEN. Und in einem Aachener Jugendzentrum wurde im Juli eine Bombenattrappe gefunden. Morddrohungen gegen Jugendliche sind an der Tagesordnung, aber auch die Eltern werden bedroht. In der Nacht vom 8.Mai 2010 haben Subjekte aus dem Umfeld der Dürener NPD/ KAL die Scheiben des Multikulti in Düren eingeschlagen in dem ein Antifakonzert stattgefunden hat. Die Drohungen sind in fast allen Fällen offen gekennzeichnet mit dem Kürzel KAL. Das steht für Diese Beispiele machen deutlich, dass es sich bei den dafür verantwortlichen Gruppen wie NPD und KAL um kriminelle Vereinigungen und Terrororganisationen handelt, die längst verboten gehören. Aber Polizei und Justiz nehmen diese Gefahr wenn überhaupt nur halbherzig zur Kenntnis. Unsere Hoffnung, das auch von Seiten des Staates diese Gefahr ernst genommen wird sind gering. Hatte doch vor Kurzem die Justiz sich geweigert, Morddrohungen von Nazis auch als solche zu bewerten und einiges deutet darauf hin, dass auch der wegen Terrorverdacht inhaftierte Aachener Neonazi aus der KAL mit Milde rechnen kann. Während dessen ist die Staatsanwaltschaft Aachen damit beschäftigt Antifaschisten zu kriminalisieren indem diese mit Strafbefehlen überzogen werden, die auf betreiben von Nazitätern und Unterstützern der Nazis zurückzuführen sind. Auf Karlsruhe kann man sich sogar verlassen, jedenfalls wenn man Nazi ist. In Dortmund wurde am 04.September das Verbot des Naziaufmarsches in letzter Minute aufgehoben. Zum wiederholten mal können die Nazis triumphieren, rechte Bedrohungen und Gewalt auf unseren Straßen werden weitergehen. Aber auch der Protest und die Aktivitäten gegen die menschenverachtende Propaganda und den von Neonazis ausgeübten Einschüchterungen durch Terror, Gewalt und Mord wird weitergehen. Wir nehmen die Morddrohungen ernst. Diese werden uns aber nicht davon abhalten im Kampf gegen alte und neue Nazis. Im Gegenteil! Nie wieder Faschismus! Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Antifa Düren, 16. September 2010
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