Neonazis sind die brutalen Kettenhunde des Kapitals
Donnerstag, 7. Mai 2009
Erklärung der Antifa Düren zum "Tag der Befreiung vom Faschismus".

Unter dem irreführenden Motto „Gegen Ausbeutung, Unterdrückung und kapitalistische Zustände“ haben Neofaschisten aus NPD und den so genannten „Freien Kameradschaften“ in mehreren Städten der BRD versucht, den 1. Mai ( den Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse) für ihre menschenverachtenden Ziele zu instrumentalisieren.

Zwei Ereignisse an diesem Tag lassen allerdings das wahre Gesicht der Neofaschisten erkennen.

Erstens: In Dortmund haben am 1. Mai bis zu 400 Neonazis die Demonstration des DGB mit Steinen angegriffen und sind danach randalierend durch die Innenstadt gezogen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt und Polizeiwagen beschädigt, während die Polizei jede Gegenwehr der Attackierten gewaltsam unterband. Die Neonazi-Bande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) hat sich mittlerweile selbst bezichtigt, dass auch „Kameraden“ aus der Region Aachen / Düren in Dortmund beteiligt waren.

Zweitens: In Stolberg (Kreis Aachen) haben etwa zwanzig Neonazis um den  örtlichen NPD-Stadtverordneten Willibert Kunkel und den KAL-„Kameradschaftsführer“ und NPD-Funktionär René Laube (Vettweiß / Kreis Düren), das Familienfest der Gewerkschaften und der SPD anlässlich des Maifeiertages massiv gestört. Die Polizei musste eingreifen, damit das Programm durchgeführt werden konnte.

Der 1. Mai 2009 in Dortmund und Stolberg hat eindrucksvoll gezeigt: Die Hauptaufgabe der Nazis im Kapitalismus ist auch heute, Terror gegen die Arbeiterbewegung und ihre Organisationen auszuüben um diese von ihrem berechtigten Kampf gegen das Kapital als Verursacher von Krieg, sozialer Ungerechtigkeit und anderen Krisenerscheinungen abzulenken.

Unter den Bedingungen der Verschärfung der Krise, besonders der Massenarbeitslosigkeit, schüren neofaschistische Kräfte im Interesse des Kapitals die Hetze gegen Minderheiten sowie gegen Migrantinnen und Migranten um die Arbeiterklasse und andere fortschrittliche Kräfte zu spalten und dadurch zu schwächen.

Der im Zusammenhang mit der Krise inszenierte Generalangriff des Kapitals gegen demokratische Grundprinzipien der Verfassung, gegen Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und bürgerliche Freiheiten sowie das Streben nach polizeistaatlichen Formen der Kapitalherrschaft fördert die soziale und politische Demagogie des Neofaschismus und aktiviert seine Gewalttätigkeit gegenüber demokratischen Organisationen. Ganz im Sinne der reaktionärsten Kreise des Kapitals. Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Nazis bis heute nicht verboten sind. Und immer aggressiver unter den Augen der Polizei auftreten.

Also aufgepasst! Im „Superwahljahr“ 2009 (EU-Wahl, Kommunalwahlen  in NRW und anderen Bundsländern und Bundestagswahl) werden die neofaschistische NPD und andere rechte Parteien versuchen, sich verstärkt als die wahren Interessenvertreter der „kleine Leute“ zu repräsentieren.

Die Nazis waren, sind und werden nie die Interessenvertreter der lohnabhängigen Beschäftigten (und der Erwerbslosen) sein. Neofaschismus und  Kapitalismus sind  zwei Seiten einer Medaille. Das kapitalistische System ist der „Schoß“, der den Faschismus hervorbringt. Der Faschismus an der Macht istd ie offene Diktatur des Kapitals. Erst die Beseitigung der kapitalistischen Ausbeuterordnung kann die Gefahr von Rechts auf Dauer bannen.

 

Nazis sind und bleiben brutale Kettenhunde des Kapitals.

Make capitalism history!

Keine Stimme den Nazis!

Antifa Düren, 8. Mai 2009

 

 
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