Dürener NPD und KAL in Tradition der NSDAP
Sonntag, 7. Februar 2010

Platteste NS-Nostalgie ist bei keiner NPD-Gliederung in NRW so ausgeprägt wie bei ihrem Dürener Kreisverband. Und wahrscheinlich ist der Neonazismus auf der Ebene der „Freien Nationalisten“ im Lande bei kaum einer „Kameradschaft“ so ausgeprägt wie bei der „Kameradschaft Aachener Land“ (K.A.L.), die seit Jahren mit der NPD Düren eng verbunden ist.

Viele Aktivitäten der letzten Zeit sind stark an den Faschismus angelehnt. Dafür zwei Beispiele aus 2009:


1.Sonnenwendfeier

Seit einigen Jahren feiern die Neonazis in der Region die Sonnenwende.
Im Vorfeld der „Wintersonnenwendfeier“ 2009 von NPD und „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) hat sich letztgenannte Neonazi-Bande offenbar einmal mehr zu Hitler-Deutschland bekannt. Unter der Überschrift „Die Wintersonnenwende rückt näher…“ publizierte die KAL – deren „Kameradschaftsführer“ Rene Laube zudem zweiter stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Düren ist – auf ihrer Homepage einen Text, der Originalzitate und abgeänderte Passagen eines Textes aus einem Zentralorgan der NSDAP enthält, nämlich aus der Zeitung „Der Schulungsbrief“.

Die zelebrierte „Wintersonnenwendfeier“ des NPD-Kreisverbandes Düren und der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) war dann auch deutlich nationalsozialistisch geprägt. Gesungen wurden laut NPD auf dem konspirativ vorbereiteten Treffen ein Pflichtlied der verbotenen Hitlerjugend (HJ) und ein Lied, welches ebenso die SS im Dritten Reich sang.


2. Heldengedenken

Auch das „Heldengedenken“ wird von den Nazis aus der Region seit mehreren Jahren zelebriert. Auch dies in bewusster Anlehnung an den deutschen Faschismus.
Am 14. März 2009 sind Nazis aus dem Umfeld der „NPD“ und „KAL“ der Region in Jülich auf dem Soldaten-Friedhof aufmarschiert. Diesen Tag haben die Neonazis sehr bewusst als Termin für das „Heldengedenken“ gewählt. Den Veranstaltern stand dabei offensichtlich vor Augen, dass der 16. März (der Tag der Wiedereinführung der Wehrpflicht im Deutschen Reich 1935), ein rein faschistischer Gedenktag ist. Er steht für den Bruch des Vertrages von Versailles und die Vorbereitung auf den 1939 begonnenen Angriffskrieg.

Diese beiden Beispiele machen deutlich, dass  sich die NPD-Düren und KAL bewusst in die Tradition der faschistischen „NSDAP“ stellen. Die NPD ist keine normale Partei wie jede andere, sondern eindeutig faschistisch. Demnach dürfte es sie nach Art. 139*(Fortgeltung der Entnazifizierungsvorschriften) des Grundgesetzes der Bundesrepublik nicht geben. Das sich einflussreiche Politiker, besonders aus der CDU, dennoch nicht für ein Verbot der eindeutig verfassungsfeindlichen Partei aussprechen, lässt den Schluss zu, dass den Faschisten, ähnlich wie in der Weimarer Republik, offensichtlich in Zukunft noch eine Rolle zugeteilt werden soll (siehe http://www.antifa-dueren.org/cms/presseerklaerungen/neonazis_sind_die_brutalen_kettenhunde_des_kapitals.html ). Wir wissen, was Faschismus an der Macht bedeutet und sagen: Nie wieder Faschismus! Wer heute auf braun setzt, sitzt morgen in der Scheiße!

 

Deshalb: Keine Stimme den Nazis!

*Die zur "Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus" erlassenen Rechtsvorschriften werden von den Bestimmungen dieses Grundgesetzes nicht berührt.

 
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