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Stolberg: NPD - Infostand und Protest dagegen Drucken
Montag, 14. Juli 2008

Am 12.07.08 führte das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen am Vormittag eine kleine Kundgebung in Stolberg-Büsbach (Markt) durch. Die kurzfristig angemeldete Versammlung richtete sich gegen den zeitgleich stattfindenden NPD-Infostand und stand unter dem Motto "Kein Platz für Nazis".

Eine Gruppe von Kundgebungsteilnehmern aus Stolberg und Aachen demonstrierte gemeinsam in ca. 25 m Entfernung friedlich gegen den NPD-Stand. Transparente mit den Aufschriften  "Nie wieder Faschismus – Antifa-Bündnis Aachen" und "no npd - NPD-Verbot jetzt" verdeutlichten: Auch in Stolberg-Büsbach ist kein Platz für extrem rechte Propaganda.

Es wurden zusätzlich Flugblätter mit Informationen über die NPD und die neonazistischen Kameradschaften verteilt. So arbeitet zum Beispiel die Kameradschaft Aachener Land (KAL) eng mit der NPD zusammen. Die KAL sieht sich dabei in der Tradition der heute verbotenen Wiking-Jugend, deren Bundeszentrale viele Jahre lang in Büsbach beheimatet war.

Viele der Informationsblätter fanden Anklang bei interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Diese zeigten sich dankbar für das Engagement der Teilnehmer, u.a. mit den Worten "Gut, dass ihr auch hier seid."

Der Infostand der NPD stieß hingegen auf kein Interesse.

Die Kundgebung verlief vollkommen störungsfrei. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen vor Ort, um die angemeldete Versammlung zu schützen. Die Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter und seinem Team der Stolberger Polizei funktionierte vorbildlich.

Der gute Verlauf der Kundgebung bestätigte die Veranstalter des Antifaschistischen Aktionsbündnisses. Friedlicher Protest gegen Neonazis, auch unmittelbar vor Ort in den Stadtteilen von Stolberg, ist notwendig und stößt auf Zustimmung in der Bevölkerung.

Der Anmelder und Versammlungsleiter für das
Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen

Textquelle: Antifaschistisches Aktionsbündnis Aachen