| VHS-Dozent auf extrem rechten Abwegen |
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| Dienstag, 16. September 2008 | |
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Auf Einladung der Volkshochschule Düren soll am 25. September der Linnicher Historiker Dr. Mario Kandil zum Thema „Zerfällt das nukleare Nichtverbreitungsregime?“ referieren. Vier Euro Beitrag sollen Interessenten zahlen, um den Vortrag in den Räumen der VHS in der Violengasse zu hören. Was potenzielle Besucher nicht ahnen: Kandil, der in der Vergangenheit bereits mehrfach an Volkshochschulen – neben Düren beispielsweise auch in Aachen – dozierte, sprach in der Vergangenheit bereits vor neofaschistischem Publikum. Dies geht aus einem Artikel hervor, der in Kürze in der Fachzeitschrift „Antifaschistische Nachrichten“ erscheinen wird und der Antifa Düren vorab vorliegt. Demnach sollte Kandil Ende August auf einer “Zeitgespräche”-Tagung der einschlägig rechten Verlage “Druffel & Vowinckel” als Redner zum Thema “Der Vertrag von Brest-Litowsk – Zwischenspiel oder neue Ordnung für Osteuropa ?” auftreten. Das “8. Erlebnis-Wochenende Geschichte”, das die geschichtsrevisionistische Zeitschrift “Deutsche Geschichte” mit Sitz im bayrischen Inning ausrichtet, fiel aufgrund der Intervention von AntifaschistInnen erst einmal aus. Bereits im vergangenen Jahr habe Kandil auf dem “7.Erlebnis-Wochenende” des Verlags in Potsdam über das “Goldene Zeitalter der Kunst” im kaiserlichen Deutschland gesprochen. Weiter schreiben die „Antifaschistischen Nachrichten“, dass in einem Bericht über die Tagung auf der Webseite von Verlagschef Gert Sudholt, ehemals Vorsitzender der neofaschistischen “Gesellschaft für freie Publizistik” (GfP), Kandil als “ständiger Mitarbeiter” der Zeitschrift “Deutsche Geschichte” bezeichnet wird. Dort fänden sich Kandils Texte neben Beiträgen von Andreas Molau, Pressesprecher der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern und amtierender Vorsitzender der GfP und Rudolf von Ribbentrop, dem Sohn des früheren Nazi-Reichsaußenministers, der der Zeitschrift “Der Freiwillige” entnommen ist, die von ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS gegründet wurde. Die Verantwortlichen bei der VHS in Düren wurden inzwischen über den oben geschilderten Sachverhalt informiert. Die Antifa Düren geht daher davon aus, dass der angekündigte Vortrag vor dem Hintergrund des Referenten nicht stattfinden wird. Antifa Düren, 16. September 2008 |

